NiS Scanner

Unsichtbare Gefahr. Frühe Kontrolle.

Nickelsulfid-Einschlüsse können später Spontanbruch in ESG auslösen. Der Viprotron NiS Scanner erkennt potenziell kritische Einschlüsse bereits im gewaschenen Floatglas bevor weitere Energie und Wertschöpfung in die Scheibe investiert werden.

Früh erkennen. Gezielt aussortieren. Ressourcen schützen.

Wie funktioniert der NiS Scanner?

Die hochpräzise Scannertechnologie im Mikrometerbereich ist auf eine ebenso präzise Fördertechnik abgestimmt. Die Glasscheiben werden im horizontalen Transport optisch und ohne thermische Belastung geprüft.

Dabei verbindet das System die Erfassung potenzieller Defektkandidaten mit einer gezielten hochauflösenden Untersuchung und der eindeutigen Dokumentation des Prüfergebnisses.

Qualitätskontrolle dort, wo sie wirtschaftlich wirkt.

Der NiS Scanner ist für die Integration nach dem Waschen und vor dem thermischen Vorspannen ausgelegt. Potenziell kritische Scheiben lassen sich erkennen, bevor zusätzliche Produktionszeit und Bearbeitungskosten entstehen.

Drei Schritte zur frühen Qualitätsentscheidung.

1

Selektieren

Ein kamerabasiertes System analysiert die Glasscheibe während des horizontalen Transports und lokalisiert potenzielle Defektkandidaten.

2

Identifizieren

Verdächtige Positionen werden hochauflösend untersucht, um relevante Nickelsulfid-Einschlüsse gezielt zu identifizieren.

3

Zuordnen & kennzeichnen

Jede Scheibe erhält einen DataMatrix-Code. Darüber wird das Prüfergebnis dokumentiert und der jeweiligen Scheibe eindeutig zugeordnet.

Typische Einsatzbereiche

  • Qualitätskontrolle von Floatglas vor der ESG-Herstellung
  • Prüfung von beschichtetem Floatglas
  • Glas für Fassaden und andere sicherheitsrelevante Anwendungen

Ihre Vorteile auf einen Blick

Weniger Nachproduktion

Potentiell kritische Scheiben früh erkennen. Erneuten Zuschnitt, Bearbeitung, Waschen und Vorspannen infolge NiS-bedingter Glasverluste reduzieren.

Ressourcen schützen

Zusätzlichen Verbrauch von Glas, Energie, Maschinenkapazität und Arbeitszeit durch Nachproduktion reduzieren.

Liefertermine besser planen

Frühe Qualitätsentscheidungen unterstützen eine verlässlichere Planung von Produktion und Auslieferung.

Prüfung automatisieren

Den horizontalen Prüfprozess in die Fertigung integrieren und manuelle Prüfschritte reduzieren.

Ergebnisse dokumentieren

Prüfergebnisse per DataMatrix-Code eindeutig dem jeweiligen Glas zuordnen und nachvollziehbar dokumentieren.

Thermischen Prüfaufwand reduzieren*

Die Technologie zielt auf eine Gleichstellung mit dem Heat-Soak-Test. Das Zulassungsverfahren beim DIBt läuft derzeit.

* Einordnung zum Heat-Soak-Test
Laut Produktflyer läuft für den NiS Scanner derzeit das Zulassungsverfahren beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Ziel ist, mit dem NiS Scanner geprüftes Glas einem gemäß EN 14179 durchgeführten Heat-Soak-Test (HST) gleichzustellen. Die Gleichstellung und entsprechende Vermarktung gelten erst nach Erteilung der allgemeinen Bauartgenehmigung (aBG).

EIN KLEINER EINSCHLUSS. GROSSE FOLGEN.

Wenn ein mikroskopischer Einschluss zum Geschäftsrisiko wird.

NiS-Einschlüsse können bereits im Rohglas vorhanden sein. Beim thermischen Vorspannen verändert sich ihre Struktur. Daraus entstehende Spannungen können später einen Spontanbruch von Einscheiben-Sicherheitsglas auslösen.

Ungeplante Ersatzkosten, Reklamationen und Produktionsunterbrechungen machen die frühe Kontrolle besonders bei Fassaden und anderen sicherheitsrelevanten Anwendungen relevant.

Technische Eckdaten

Prüfprinzip

Optische Detektion ohne thermische Belastung

Detektionsbereich

NiS-Einschlüsse > 70 μm

Produktionsrichtung

Horizontal

Glasarten

Floatglas, beschichtetes Floatglas

Beschichtungen

Low-E, Standard-Sonnenschutzbeschichtungen

Dokumentation

Zuordnung über DataMatrix-Code

Entwicklung auf belastbarer Datenbasis.

Langjährige Forschung, wissenschaftliche Zusammenarbeit und reale Nickelsulfid-Proben bilden die Grundlage unserer Technologie.

Über 10 Jahre Forschung

Von der Forschung bis zur industriellen Anwendung.

Rund 150 reale NiS-Proben

Grundlage für die Entwicklung und Erprobung unserer Technologie.

TU Darmstadt

Entwickelt in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt.

Häufige Fragen

Nickelsulfid-Einschlüsse können bereits im Rohglas vorhanden sein. Beim thermischen Vorspannen verändert sich ihre Struktur. Die dadurch entstehenden Spannungen können später einen Spontanbruch von Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) auslösen. Besonders bei Fassaden und sicherheitsrelevanten Anwendungen können daraus Ersatzkosten, Reklamationen, Produktionsunterbrechungen und offene Haftungsfragen entstehen.

Am besten nach dem ersten Waschen der Gläser im Prozess und vor dem thermischen Vorspannen. So werden potenziell kritische Einschlüsse erkannt, bevor weitere energie- und kostenintensive Schritte folgen. Die Prüfung erfolgt im horizontalen Transport.

Der NiS Scanner detektiert Nickelsulfid-Einschlüsse über 70 µm. Geprüft werden Floatglas und beschichtetes Floatglas, einschließlich Low-E und Standard-Sonnenschutzbeschichtungen.

Jede Scheibe wird mit einem DataMatrix-Code versehen. Das Prüfergebnis wird darüber dokumentiert und eindeutig der jeweiligen Scheibe zugeordnet.

Die angestrebte Gleichstellung mit einem Heat-Soak-Test gemäß EN 14179 setzt die Erteilung der allgemeinen Bauartgenehmigung (aBG) voraus. Das Zulassungsverfahren beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) läuft derzeit. Wir informieren Sie gerne über den aktuellen Stand und die Voraussetzungen für Ihre Anwendung.

Die Scannertechnologie ist auf eine präzise Fördertechnik abgestimmt. Die konkreten Anforderungen und die Integration in Ihre Produktionslinie klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch.

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